Die Gärung der Pizza: Warum ist sie so wichtig?

Gärung der Pizza – Bei der Zubereitung einer Pizza gilt es zunächst, der Gärung des Teiges Aufmerksamkeit zu schenken, damit eine perfekte Balance sichergestellt wird. Dieser langsame Prozess garantiert nämlich für die richtige Konsistenz und die Dufteigenschaften des Pizzateiges. Worin besteht dieser langsame Prozess? Und, vor allem, was gilt es zu beachten, wenn man die richtige Säuerung des Teiges erhalten möchte? Lasst es uns zusammen erfahren.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Gärung der Pizza: Worin besteht sie?
  2. Wie kann die richtige Gärung begünstigt werden?
  3. Welche ist die ideale Gehzeit für Pizzateig?
  4. Gärung der Pizza: Vorsicht bei der Wahl des Mehls!

 

Gärung der Pizza: Worin besteht sie?

Man geht davon aus, dass der Säuerungsprozess durch einen reinen Zufall entdeckt wurde. Tatsächlich sagt man, dass einst ein Teig aus Wasser und Mehl vergessen und für mehrere Tage an einem dunklen, warmen Ort stehen gelassen wurde. Dennoch wurde dieser weiterverarbeitet, mit einem einzigartigem Endergebnis: die Zartheit und der Duft waren im Vergleich zum ursprünglichen Teig überwältigend.

Im Laufe der Jahre wurde der Säuerungsprozess analysiert, um zu begreifen, welche die wirkenden Kräfte an seiner Basis waren. Dies brachte zur Erkenntnis, dass die Gärung durch die fermentative Aktivität von Mikroorganismen begünstigt wird, den Saccharomyces cerevisiae, welche im allgemeinen Hefen genannt werden und in der Natur in vielen Lebensmitteln vorkommen.

Diese Mikroorganismen setzen während der Teigruhe Kohlenstoffdioxid frei und führen dazu, dass der Teig aufgeht. Es entsteht eine Struktur, die in dem Netz aus Gluten verankert bleibt, welches durch das Aufarbeiten des Teiges entstanden ist.

Hefen spielen außerdem eine große Rolle in der täglichen Ernährung des Menschen: sie werden sowohl zur Herstellung von Bier und Wein, als auch für das Backen von Brot verwendet. In unserem Fall aber fragen wir uns: Wie kann man die richtige Gärung der Pizza begünstigen und was gilt es zu beachten?

 

Wie die richtige Gärung der Pizza begünstigt werden kann

Nachdem verstanden wurde, wie essentiell eine richtige Gärung ist, erscheint es unmöglich eine wirklich gute Pizza ohne einen Gärungsprozess herzustellen. Deswegen empfiehlt es sich, den Mechanismus dahinter gut zu begreifen, um die natürlichen Bedingungen, die den Gärungsprozess der Pizza begünstigen, immer wieder herstellen zu können. Um den Fermentationsprozess der Hefen zu begünstigen — diese sowohl in Hefe als auch in Sauerteig vorhanden — braucht der Teig eine gute Menge an Wasser und eine begrenzte Prozentzahl an Sauerstoff, eine gute Raumtemperatur — diese zwischen 15 °C und 60 °C — und Nährstoffe, insbesondere Zucker und Stärken.

Befolgt man diese Empfehlungen, so kann man ideale Bedingungen für eine richtige Gärung des Pizzateiges herstellen. Zum Schluss ist es noch unabdingbar auf die korrekten Zeiten zu achten. Also: Wie lange muss Pizza gehen?

 

Die Gärung der Pizza

 

Welche ist die ideale Ruhezeit für Pizza?

Dass der Pizzateig eine lange Zeit zum Gehen braucht, ist bekannt, denn die Mikroorganismen im Teig brauchen ausreichend Zeit, um sich zu vermehren und zu fermentieren. Die Reproduktion der Hefen erfolgt im Schnitt alle 20 Minuten und die Fermentation beginnt in dem Moment, in dem der Sauerstoffgehalt sinkt. Die Verringerung des Sauerstoffs erlaubt es den Hefen, Kohlenstoffdioxid und eine kleine Menge an Alkohol zu produzieren, welche während des Backens verdampft. Deswegen ist es grundlegend ein bestimmtes Gefäß für das Gehen des Pizzateiges zu verwenden: allgemein werden Hartplastik oder Holz für das Ruhen des Teiges verwendet, da diese Materialien den Gehprozess unterstützen.

Stellt diese Gefäße in den Kühlraum bei einer maximalen Temperatur von 4 °C und lasst euren Pizzateig für etwa 12 Stunden aufgehen. Bei Zimmertemperatur hingehen sind die Gehzeiten kürzer, hier reichen schon 4 Stunden aus.

Außerdem gilt es hervorzuheben, dass sich Bierhefe am besten für Pizza eignet. Im Handel gibt es sie frisch in Würfelform oder auch getrocknet zu kaufen, welche die ideale Hefeform für Pizza mit langer Teigruhe darstellt. Diese Hefe wird auch für die Fermentation von Bier verwendet. Sauerteig kann ebenfalls für die Herstellung von Pizza genommen werden, allerdings eignet sich dieser mehr für Produkte, die mehrere Tage lang nach dem Backen konsumiert werden, wie Brot beispielsweise.

 

 

Das Aufgehen der Pizza: Vorsicht bei der Wahl des Mehls!

Die Wahl des Mehls für den eigenen Teig ist grundlegend für den Fermentationsprozess. Dies, weil jedes Mehl, sowohl Typ 0 als auch 00, eine eigene Kraft hat, die die Aufnahmekapaziät von Flüssigkeiten und die Kapazität Kohlenstoffdioxid zu speichern, bestimmt. Je größer die Kraft des Mehls, desto mehr von den Hefen produziertes Kohlenstoffdioxid kann sie speichern und so eine richtige Gärung begünstigen. Allgemein gilt: je weniger Hefe man für seinen Teig verwendet, desto länger wird der Gärungsprozess.

Jetzt wo ihr die Basics des Säuerungsprozesses kennt — dieser erschien zuvor wie Magie — bleibt euch nichts anderes übrig, als euren eigenen Pizzateig mit langer Teigführung aus den besten Zutaten zusammen zu mischen. Denn, schenkt man dem Säuerungsprozess Aufmerksamkeit, könnt ihr euren Gästen ein einzigartiges Geschmacks- und Konsistenzerlebnis bieten und gleichzeitig für eine hervorragende Bekömmlichkeit garantieren.

 

 

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